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NSZ Wollmatinger Ried > Aktuell

 

Riedführung aktuell

Nebel-Vorhang auf für das Spätsommer-Fest im Ried

Wohlriechender Lauch Während viele Gartenblumen welken, kommt es im Ried zu einer zweiten Hochblüte.  Tausende Kugelköpfchen des Wohlriechenden Lauchs lassen die Feuchtwiesen hellrosa schimmern. Dazwischen leuchten blau-violett die Kelche des  Deutschen Enzians. Im September blüht im Wollmatinger Ried auch der tiefblaue Lungenenzian. Mit viel Glück lassen sich seltene Falter, die Lungenenzian-Ameisenbläulinge beobachten. Diese Schmetterlinge legen ihre Eier fast ausschließlich auf dem Lungenenzian ab, von dem sich auch die geschlüpften Raupen ernähren. Wenn sie groß genug sind, lassen sie sich zu Boden fallen, wo sie, ausgelöst durch chemische Lockstoffe (Pheromone) und spezielle Verhaltensweisen, von einer ganz bestimmten Ameisenart „adoptiert“ werden. Die Ameisen tragen die durch die Duftstoffe „getarnten“ Schmetterlingsraupen in ihren Bau und füttern sie wie ihre eigene Brut. Später verpuppen sich die Raupen und schlüpfen im nächsten Sommer als Falter.
In feinen Spinnennetzen glitzern Tautropfen. Ihr Gespinst hält kaum mehr das Gewicht seiner Bewohner aus, die sich an Mückenschwärmen dick gefressen haben. Die „lästigen Biester“ sind zugleich Nahrung für die Schwalben, die sich jetzt zu Hunderten für den Flug in den Süden in den dichten Schilfzonen des Wollmatinger Rieds versammeln. 

 

mehr Aktuelle Vogelbeobachtungen aus dem Wollmatinger Ried
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Sonne, See und Schwarzhalstaucher
Letzte Fahrt mit dem Solarboot


SchwarzhalstaucherDie letzte Solarbootfahrt des Jahres findet am Freitag den 17.9.2010 um 9:00 Uhr statt. Mit Harald Jacoby geht es am Seerhein entlang zur Schutzgebietsgrenze des Wollmatinger Rieds. Lassen Sie sich in die faszinierende Vogelwelt des Rieds entführen und erfahren Sie viel Wissenswertes über die Ökologie des Untersees.

Kosten: 15 € für Erwachsene, 10 € für Kinder bis 16 Jahren; NABU Mitglieder ermäßigt. Anmeldungerforderlich, da begrenzte Anzahl von Plätzen. Tel. 07531-78870

Naturerlebnis Untersee

Naturerlebnis auf dem See

FlussseeschwalbeAb  dem 16. September 2010  bietet der NABU Konstanz fünf Wochen lang  jeden Donnerstag die  Bootstour „Naturerlebnis Untersee“ auf dem Kursschiff von Radolfzell nach Konstanz an. Erleben Sie den Untersee einmal von einer ganz anderen Seite. Während der Bootsfahrt gewährt Ihnen die Natur einen besonderen Einblick in ihre bunte Artenvielfalt des Untersees. Entlang der Schweizer „Höri“ geht es über einige kleine Häfen an der Reichenau, dem Ermatinger Becken und dem Wollmatinger Ried vorbei. Ergänzt werden die Natureindrücke durch die fachkundige Begleitung durch den NABU Konstanz, welcher neben der Tier- und Pflanzenwelt auch auf Kultur und Geschichte des Sees eingeht. Anschließend bietet sich ein Besuch des NABU Naturschutzzentrums Wollmatinger Ried am Bhf. Reichenau an, wo sie die Ausstellung besuchen können. Zum Zentrum gelangen sie vom Konstanzer Hbf. mit dem halbstündlich fahrenden „Seehas“. 

Termine: Do 16.9.2010; Do 23.9.2010; Do 30.9.2010; Do 7.10.2010 und Do 14.10.2010.

Treffpunkt ist jeweils um 10:45 Uhr an Bord des Kursschiffes nach Konstanz im Radolfzeller Hafen. Info Tel. 07531/78870

Aufgrund einer Fahrplanänderung unseres Partners den Bodensee-Schiffsbetrieben fällt der Termin am Mi den 8.9.2010 aus 

Regierungspräsident Julian Würtenberger eröffnet neuen Infopfad im Naturschutzgebiet Wollmatinger Ried

Ein weiterer Teil des Bodenseepfades wurde am 26.Juli 2010 der Öffentlichkeit präsentiert

Beispieltafel Regierungspräsident Julian Würtenberger hat an der Ruine Schopflen auf dem Reichenaudamm den neuen Infopfad im Wollmatinger Ried eröffnet. Der Infopfad ist ein Teilstück des internationalen Bodenseepfads. Er informiert über Lebensräume, Tiere und Pflanzen dieses Naturschutzgebiets, das mit dem Europa-Diplom des Europarats ausgezeichnet ist. Beauftragt und finanziert wurde dieser naturkundliche Lehrpfad vom Regierungspräsidium Freiburg.

„Unsere phantastische Natur am Westlichen Bodensee ist ein Alleinstellungsmerkmal, mit dem wir punkten können“, betont der Freiburger Regierungspräsident. „Oberstes Ziel muss es sein, diese unvergleichlichen Naturräume mit ihren Pflanzen und Tieren für die Zukunft zu erhalten, zu sichern und sie den Menschen nahe zu bringen. Ich möchte mich an dieser Stelle für die gute Zusammenarbeit zwischen Naturschutzverwaltung und dem Naturschutzbund (NABU) bedanken.“

Inhaltlich und gestalterisch konzipiert wurde der Infopfad vom Grafikbüro „Pragma Design“ in Zusammenarbeit mit dem NABU Konstanz. „Wir sind sehr stolz, die unvergleichliche Natur und Artenvielfalt des Wollmatinger Rieds auf einem Teilstück des Bodenseepfads präsentieren zu dürfen“, freut sich Uwe Prietzel, Landesgeschäftsführer des NABU Baden-Württemberg. Auf 25 Tafeln entlang des Reichenauer Damms und des Gottlieber Wegs sowie auf den Beobachtungsplattformen Schopflen und Hegne werden Tier- und Pflanzenarten und verschiedene Lebensräume dargestellt. Besucher können sich beispielsweise auf dem Reichenauer Damm über das Leben im Schilf informieren oder auf der Beobachtungsplattform Schopflen Wasservögel des Bodensees und ihre Ernährungsweise kennen lernen. Am Gottlieber Weg erfährt man viel Wissenswertes über die artenreichen Streuwiesen und die Entstehung des Bodensees. Kinder werden durch das Blässhuhn „Blässi“ auf Besonderheiten am Wegesrand hingewiesen.

Begleitend zum Pfad gibt es ein Informationsblatt, auf dem alle Standorte vermerkt sind. Die Tafeln können auch einzeln über die Homepage des Naturschutzzentrums (http://nabu-wollmatingerried.de/info.html) aufgerufen werden. So können beispielsweise Lehrer die Informationen gezielt zur Vorbereitung einer Exkursion zum Bodensee nutzen. Das Wollmatinger Ried zeichnet sich dadurch als besonders anziehender, außerschulischer Lernort aus, um gerade Kindern die Natur näher zu bringen.

„Die Bodenseelandschaft ist um eine weitere Attraktion reicher,“ meinte Bürgermeister Dr. Zoll von der Gemeinde Reichenau. Gerade am Untersee werde Naturtourismus ein immer stärkerer Wirtschaftsfaktor und eine Einnahmequelle für eine ganze Region. „Ein weiterer Mosaikstein wird mit der Eröffnung des Infopfades heute der Öffentlichkeit übergeben“.

NABU gratuliert Bodensee-Fischern zu guter Felchen-Saison

Einfluss des Kormorans auf Felchenbestände offensichtlich unerheblich

Rotfeder Stuttgart – Der Naturschutzbund NABU freut sich mit den Fischern, dass die Erträge der Bodensee-Felchen am Untersee stabil bleiben. „In den vergangenen drei Jahren sind die Erträge beim Brotfisch Felchen am Untersee laut offizieller Fangstatistik sogar stark angewachsen und lagen 2009 deutlich über dem Mittelwert der vergangenen 50 Jahre“, erklärt NABU-Landeschef Dr. Andre Baumann anlässlich des morgigen (3.7.) Landesfischereitages in Denkendorf. „Eindrucksvoll widerlegen diese Zahlen den Vorwurf, dass der Kormoran den See leer fische und den Fischern die Lebensgrundlage raube. Wäre der Einfluss des Kormorans auf die Fischbestände so verheerend wie immer wieder behauptet, müsste sich das am Untersee besonders deutlich zeigen. Das ist aber nicht der Fall.“ Der Untersee ist seit Jahren das Zentrum des Kormoranstreites. Der Kormoran findet hier, im flacheren Teil des Bodensees, gute Jagdbedingungen.

Auch ein Blick in die weitere Vergangenheit zeigt: Aus den Fangstatistiken des Untersees lässt sich nicht ableiten, dass der Kormoran die Felchenerträge dort in großem Maße verringere. „Die Felchenerträge haben sich in den vergangenen 50 Jahren in einer Wellenbewegung entwickelt. Nach guten Jahren kamen schlechte – über den gesamten Zeitrum blieb der Ertrag jedoch stabil. Das hat sich auch nicht geändert, seitdem Mitte der 90er-Jahre der Kormoran wieder am Bodensee brütet“, erklärt Baumann.

Auch am Obersee steigen die Felchen-Erträge seit 2007 an. Allerdings sind die Ertragszahlen am Obersee bereits heute von einem Effekt überlagert, der sich in Zukunft noch verstärken wird: Langfristig gehen sowohl im Untersee als auch im Obersee die Fischbestände zurück – völlig unabhängig vom Kormoran. „Das Umweltministerium hat den Grund dafür ganz klar und richtig benannt: Der Bodensee wird immer sauberer. Weniger Nährstoffe im Wasser bedeuten aber weniger Nahrung für die Fische und somit kleinere Fischbestände“, erklärt Baumann. Das Umweltministerium drückt das in seiner Antwort auf eine Landtagsanfrage so aus: „Die Produktivität des Bodensees hat erheblich nachgelassen.“

Der NABU stellt sich nach wie vor gegen die immer wieder vorgebrachte Forderung der Fischer und Angler, der Kormoran müsse in großem Stil getötet werden. Diese Forderung sei unbegründet, was nicht zuletzt ein Blick in die offiziellen Fangstatistiken zeige. Der NABU fordert den Landesfischereiverband auf, seine Hetze gegen den Kormoran zu beenden und ihn als gleichberechtigten Fischerei-Kollegen zu dulden. Der Kormoran wurde 2010 vom NABU zum Vogel des Jahres gekürt, um auf den problematischen Umgang mit diesem heimischen Wildvogel aufmerksam zu machen.

Neuer Beobachtungsturm für die Forschung

Zeppelin-Gewerbeschule baut einen „Turm“ im Wollmatinger Ried

Neuer Beobachtungsturm Schüler der Zeppelin-Gewerbeschule Konstanz stellten ihr fachliches Können und ihr Engagement bei einem außergewöhnlichen Projekt unter Beweis. Ein seit über 60 Jahren bestehender kleiner Beobachtungsturm im Naturschutzgebiet Wollmatinger Ried musste dringend erneuert werden. Dabei sollten die Bauarbeiten vor Ort auf das Allernotwendigste beschränkt werden, um die wertvolle und sensible Natur möglichst zu schonen. Also wurde das Bauwerk in seinen Original-Abmessungen von Zimmerer-Schülern des zweiten Ausbildungsjahres unter der Regie ihres Lehrers und Zimmermeisters Micha Neubold während des Unterrichts zunächst auf dem Schulgelände errichtet und anschließend wieder in seine Einzelteile zerlegt. Auch Schüler der Berufsfachschule für Bau und des Berufseinstiegsjahres waren am Projekt beteiligt. Zivildienstleistende des NABU-Naturschutzzentrums Wollmatinger Ried betreuten das Vorhaben und waren auch im Einsatz, als der baufällige alte Turm abgebrochen werden musste.

Für den Transport des Baumaterials und die Errichtung des Turms waren viele zupackende Hände und ein straffer Ablaufplan gefragt. Vor allem sollte dadurch gewährleistet sein, dass die Bauarbeiten im Naturschutzgebiet innerhalb eines Tages abgeschlossen werden können. Die angehenden Zimmerleute und die zahlreichen Hilfskräfte zeigten nicht nur ein professionelles Vorgehen, sondern auch die erforderliche Rücksichtnahme auf die schützenswerte Tier- und Pflanzenwelt. Harald Jacoby, der Vorsitzende des NABU Konstanz, dankte dem gesamten Team der Zeppelin-Gewerbeschule für diesen großartigen Einsatz und freute sich über das gelungene Bauwerk, das den Betreuern des Wollmatinger Rieds die Beobachtung der reichen Vogelwelt des Naturschutzgebiets ganz wesentlich erleichtert.

Wollmatinger Ried mit dem Europadiplom ausgezeichnet
PRESSEMITTEILUNG MINISTERIUM FÜR UMWELT, NATURSCHUTZ UND VERKEHR  Nr. 62/2010 9. April 2010

Wasservögel im Wollmatinger Ried Umweltministerin Tanja Gönner: "Mit dem Europadiplom wird die hervorragende Naturschutzarbeit im Land auch auf europäischer Ebene gewürdigt"

"Der Europarat hat das Naturschutzgebiet 'Wollmatinger Ried Untersee-Gnadensee‘ (Landkreis Konstanz) für weitere zehn Jahre mit dem Europadiplom ausgezeichnet. Mit dieser Auszeichnung wird die erfolgreiche Arbeit der baden-württembergischen Naturschutzbehörden und des Naturschutzzentrums auch auf europäischer Ebene gewürdigt. Außerdem wird die europäische Bedeutung des Wollmatinger Rieds unterstrichen", sagte Umweltministerin Tanja Gönner heute (9. April 2010) in Stuttgart. Das Wollmatinger Ried sei vor allem als international bedeutsames Rastgebiet für Wasservögel bekannt. Häufig hielten sich dort bis zu 40.000 Wasservögel auf. Das Naturschutzgebiet beherberge zudem zahlreiche seltene und gefährdete Pflanzenarten, zum Beispiel heimische Orchideenarten und Sumpfpflanzen wie das Gottesgnadenkraut sowie Strandrasengesellschaften, die es nur am Bodensee gebe.

Das Europadiplom sei 1965 für Gebiete mit herausragender Bedeutung zum "Schutz des europäischen Erbes von Flora und Fauna, seiner Umwelt und seiner Ökosysteme" vom Europarat ins Leben gerufen worden. Erstmals sei das Diplom dem Wollmatinger Ried 1968 verliehen worden. Vor der jetzigen Verlän-gerung des Diploms hätten Experten des Europarates das Naturschutzgebiet erneut begutachtet und verschiedene Empfehlungen formuliert. Als außerordentlich wichtig bezeichneten die Experten es, dass das Naturschutzgebiet sich natürlich entwickeln könne, besonders in den Flachwasserzonen. Natürliche Erosion und Sedimentationsprozesse sollten nicht behindert werden. Weiter werde empfohlen, alle Fischereiaktivitäten in den "Schläuchen" und den Lagunen der Hegnebucht für eine Versuchszeit von drei Jahren einzustellen. Besondere Bedeutung würden die Experten auch einer guten Zusammenarbeit zwischen Deutschland und der Schweiz beimessen. Dies gelte im besonderen Maße für das Ermatinger Becken. Rasch geklärt werden solle auch der weitere Betrieb des Naturschutzzentrums im ehemaligen Reichenauer Bahnhof. Hierfür hatte der Landtag bereits 2009 Mittel für einen Zuschuss von einer Million Euro bereit gestellt. Das Land habe die Betreuung des Schutzgebiets dem Naturschutzbund Deutschland (NABU) übertragen. Dieser habe in Zusammenarbeit mit den Naturschutzbehörden Grundstücke erworben, Informationseinrichtungen aufgebaut und durch umfangreiche Pflegeeinsätze wertvolle Lebensräume erhalten.

"Die zahlreichen Maßnahmen, die staatlicher und privater Naturschutz in den vergangenen Jahren durchgeführt haben, tragen Früchte und haben das Schutzgebiet noch wertvoller gemacht. Die Auszeichnung durch den Europarat ist zugleich Unterstützung und Ansporn für die weitere Naturschutzarbeit im Wollmatinger Ried", sagte die Ministerin.

Der Europarat mit Sitz in Straßburg (Frankreich) hat heute 47 Mitgliedsstaaten und umfasst damit fast alle Staaten Europas. Er wurde am 5. Mai 1949 gegründet, um in ganz Europa gemeinsame und demokratische Prinzipien zu entwickeln. Er ist nicht zu verwechseln mit dem Europäischen Rat, der regelmäßigen Zusammenkunft der Staats- und Regierungschefs der Mitgliedsstaaten der Europäischen Union.

Was ist das Europadiplom?

Das Europadiplom für Schutzgebiete wurde 1965 eingeführt. Der Europarat verleiht dieses Prädikat Naturschutzgebieten, die aufgrund ihrer biologischen oder geologischen Vielfalt oder ihres Landschaftsbildes von außergewöhnlichem europäischem Interesse sind. Das Europadiplom ist befristet und kann nach erneuter Prüfung wiederholt vergeben werden. In Deutschland gibt es acht Gebiete, denen dieses Prädikat verliehen wurde. Zwei davon liegen in Baden-Württemberg: neben dem Wollmatinger Ried das Wurzacher Ried.

Ausstellung „Kormoran: Vogel des Jahres 2010“
Vom 26.2.2010 bis 31.12.2010 im Naturschutzzentrum Wollmatinger Ried

Kormoran Vogel des Jahres 2010Die Ausstellung „Kormoran: Vogel des Jahres 2010“ liefert Hintergrundinformationen, Daten und Fakten über die Geschichte des Kormorans und seines Vorkommens am Bodensee, über seine Ernährungs- und Lebensweise, über den Fischereiertrag in Zusammenhang mit der Wasserqualität und dem Algenwachstum im Bodensee und über die Auswirkung von Vergrämungsmaßnahmen in Naturschutzgebieten.

Es gibt außerdem viele Spiele und Basteleien für Kinder; ein Angelspiel, bei dem die Kinder selber Kormoran sein können  und ein lustiges Kormoranquiz. Der Besuch lohnt sich also für die ganze Familie!

Ausstellung „Kormoran: Vogel des Jahres 2010“: 26. Feb bis 30. Dez 2010; Mo-Fr 9-12 und 14-17 Uhr im NABU Zentrum Wollmatinger Ried  Kindlebildstr. 87; 78479 Reichenau; Info: 07531-78870

Sonderführungen und Kinderprogramm:

Begleitend zur Ausstellung gibt es umfangreiches Informationsmaterial und Sonderführungen zu den  Themen  Kormoran und Fische für Grundschulen und Kindergärten in Zusammenarbeit mit dem Bodensee Naturmuseum. 

Gestatten Kormoran: Von Beruf Fischer
Mit Spiel, Spaß und Basteleien alles über den „echten Berufsfischer“ erfahren!
Veranstalter NABU Konstanz; Dauer ca. 1 Stunde ; kostenfrei für Konstanzer Schulen und Kindergärten, sonst 30 € pro Gruppe; Informationen und Buchung beim NABU Tel. 07531-78870


Sonderführung zum Kormoran auch für Erwachsene
Veranstalter: NABU Konstanz; Dauer: ca. 1 Stunde; Kosten: 5 € EW; 3 € Ki; 10 € Fam; Termin: Sa 4.12.2010 14 Uhr; Treff: Seestraße bei der alten Rheinbrücke

Fische im Bodensee - Infos rund um das Lieblingsnahrung des Kormorans
Veranstalter: Bodensee Naturmuseum; Dauer: eine Stunde; Kosten: 30,- € pro  Gruppe inklusive Eintritt ins Museum; Anmeldung und Information unter 07531 – 900 917


Informationsmaterial zur Ausstellung

Poster 1 Oligotrophierung
Poster 2 Kormoranbestände
Poster 3 Fischerei am Untersee
Poster 4 Vergrämung
Quellen und Danksagung

Naturschutz im Land am Abgrund

NABU-Landesvertreterversammlung appelliert an Regierung

Mähgut

Rund 150 Vertreter der NABU-Gruppen im Land haben sich zur NABU-Landesvertreter­versammlung getroffen, dem höchsten Gremium des NABU in Baden-Württemberg. Botschaft an die Landesregierung: Naturschutz nicht kaputt sparen! Natürlich war auch der Kormoran Thema ...

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Naturschutz vor Ort blutet aus!

BUND, LNV und NABU: „Situation in der Landschaftspflege ist ein Trauerspiel“

Stuttgart. In den vergangenen Wochen sind bei Landwirten und ehrenamtlich arbeitenden Naturschützern zahlreiche Bescheide mit empfindlichen Kürzungen ihrer Landschaftspflegeanträge angekommen. Die baden-württembergischen Umweltverbände Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND), Naturschutzbund (NABU) und der Landesnaturschutzverband (LNV) haben in der heutigen (28.07.) Sitzung des „Landesbeirats für Natur- und Umweltschutz“ deutliche Kritik an der Landesregierung und den Regierungsfraktionen geübt. „Sie haben die Naturschutzverwaltung und die ehrenamtlichen Naturschützer im Regen stehen gelassen“, kritisierten die Vorsitzenden der drei Verbände. „Die Folge sind Vertrauensverluste bei Landwirten, Frustration der Mitarbeiter in den Naturschutzbehörden und Verärgerung bei den vielen ehrenamtlichen Naturschützern: Die derzeitige Situation in der Landschaftspflege ist ein Trauerspiel.“

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Dem Leben so nah

Warum sich ein freiwilliges ökologisches Jahr lohnt - Eine Ehemalige berichtet

Sonja bei der Riedpflege im Wollmatinger Ried

Sonja Lachmann hat nach dem Abitur ein freiwilliges ökologisches Jahr (FÖJ) im NABU-Naturschutzzentrum Wollmatinger Ried erlebt. Trotz Knochenarbeit für wenig Geld würde sie es wieder tun. Denn sie hat unvergessliche und unbezahlbare Dinge erlebt.

 

mehr Artikel aus Naturschutz heute (BW)

Prominenter Besuch im Wollmatinger Ried

Hansi Hinterseer setzt sich für den Naturschutz ein

Hansi Hinterseer bei der Riedpflege

Anlässlich der Dreharbeiten zu einer ARD/ORF Gemeinschaftsproduktion zeigte sich der ehemalige Skirennläufer und heutige Volksmusikstar Hansi Hinterseer bei seinem Besuch beeindruckt von der Schönheit der Natur im Wollmatinger Ried. Wie gut, dass sich der NABU um den Erhalt dieser einzigartigen Naturlandschaft mit seinen Rückzugsräumen für seltene Vogel- und Pflanzenarten kümmert.

Hansi Hinterseer über seine Naturverbundenheit: „Ich bin auf der Alm groß geworden, fühle mich wohl in unserer schönen Natur und mit den Tieren. Aus diesen Begegnungen schöpfe ich viel Kraft.“ Und über die aktuelle Ausgabe seines Formats weiter: „Diese Produktion vereint die drei Länder Deutschland, Österreich und die Schweiz. Schön ist, dass ich diese schützenswerten Naturparadiese und natürlich auch die Musik gemeinsam mit lieben Kollegen filmisch darstellen darf und die Leute obendrein ihre Freude daran haben. Bei uns in Österreich ist der Bodensee zu Unrecht nicht so in den Köpfen der Leute. Es gab dort viele neue Geschichten und Plätze zu entdecken.“ Hansi Hinterseer entführt die Zuschauer in kaum berührte Naturlandschaften, eine atemberaubende Tierwelt und trifft auf Menschen, die seine Leidenschaft für den Schutz und Erhalt dieses einzigartigen Lebensraumes teilen. (Quelle: Dagmar Ambach / Agentur Tex Tour)

Einsatz auf dem Bodensee

Ein Besuch der NABU-Beobachtungsstation Netta

Beobachtungsstation Netta

Himmelblau und neun Meter lang ist das neue schwimmende NABU-Domizil am NSG Wollmatinger Ried. An Bord befindet sich eine Solaranlage, die Strom für die Geräte liefert. Zwei Kojen und ein Tisch bieten Platz für den Aufenthalt unter Deck.

mehr Arbeitsalltag auf der Netta
mehr Taufe der neuen Netta
mehr Netta Projekt
mehr Geschichte der Netta

CDU-Landtagsfraktion und das Ministerium für den Ländlichen Raum wollen das NABU-Zentrum Wollmatinger Ried mit 1 Mio Euro fördern

CDU-Fraktion unterstützt NABU-Zentrum Wollmatinger Ried
NABU begrüßt Investition in naturnahen Tourismus und Umweltbildung

Iriswiese im Wollmatinger Ried

Mit großer Freude hat der Naturschutzbund NABU heute erfahren, dass die CDU-Landtagsfraktion beschlossen hat, den überfälligen Neubau des NABU-Zentrums Wollmatinger Ried am Bodensee mit Landesmitteln zu unterstützen. „Der NABU leistet mit dem Zentrum Wollmatinger Ried seit Jahrzehnten einen wichtigen Beitrag für die Region Bodensee. Die finanzielle Unterstützung für den unumgänglichen Neubau verstehe ich deshalb auch als Anerkennung dieser kontinuierlichen Leistung des NABU für die Natur, für den Tourismus und für die Menschen am Bodensee“, sagt der NABU-Vorsitzende Baden-Württembergs Dr. Andre Baumann. „Mein Dank geht insbesondere an Naturschutzminister Peter Hauk sowie den CDU-Landtagsabgeordneten Andreas Hoffmann, die sich intensiv für das neue Zentrum eingesetzt haben.“ Der NABU muss das sehr in die Jahre gekommene alte Zentrum bald räumen und wird dann in neuen Räumen weiterhin zehntausende Besucher mit der Natur des Bodensees vertraut machen.

Seit 1979 ist der NABU offiziell für den Erhalt des Wollmatinger Rieds zuständig, des mit 757 Hektar größten Naturschutzgebiets am deutschen Bodensee. Das Ried ist eines der bedeutendsten Naturreservate Baden-Württembergs und bietet unzähligen Pflanzen und Tieren eine Heimat. Auszeichnungen wie das „Europadiplom“ zeugen vom Wert des Gebiets. Der NABU plant und organisiert Pflegemaßnahmen, erfasst regelmäßig die Bestände der Vogel- und Pflanzenarten und überwacht das Gebiet, um Störenfriede vom Wasser fernzuhalten. Eine der wichtigsten Aufgaben des NABU vor Ort ist darüber hinaus die Umweltbildung. Über 200 Führungen bieten die Naturschützer pro Jahr an, um den Menschen das Ried zu zeigen, das für die Öffentlichkeit ansonsten nicht zugänglich ist.

Edler Blaublü(h)tler

Die Sibirische Schwertlilie ist „Blume des Jahres 2010“

Sibirische Schwertlilie: Blume des Jahres 2010

Mit der Sibirischen Schwertlilie wurde eine unserer seltensten Blütenpflanzen der Feuchtlebensräume zur „Blume des Jahres 2010“ gewählt. Aufgrund von Trockenlegungen, Änderungen der Bewirtschaftung und vermehrtem Nährstoffeintrag gilt Iris sibirica in weiten Teilen Europas als gefährdet.

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Der Kormoran ist „Vogel des Jahres 2010“

Fliegendes Kreuz und Meistertaucher

Kormoran Vogel des Jahres 2010

Der NABU und der Landesbund für Vogelschutz in Bayern haben den Kormoran zum „Vogel des Jahres 2010“ gewählt. Die beiden Verbände wollen sich damit offensiv für den Schutz des Kormorans einsetzen, der nach seiner Rückkehr an deutsche Seen, Flüsse und Küsten wieder zu Tausenden geschossen und vertrieben wird.

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